Hans im Glück

Auf den ersten Blick ist Hans – rein finanziell betrachtet – ein Idiot. Er tauscht eine Sache gegen die andere ein, und dabei bekommt er – materiell betrachtet- immer weniger Gegenwert. Ich muss dabei an eine Börsenweisheit denken: Hin und her – Taschen leer.

Ökonomisch gesehen, orientiert er sich nicht am objektiv/ subjektiven Tauschwert der Dinge, sondern an dem Gebrauchswert für ihn und ist damit glücklich. Am Schluss erkennt Hans dann, dass all sein Besitz ihn beschwert hat, dass jedes Ding seinem Fortkommen, seiner Freiheit im Weg war. Geld und Besitz machen nicht glücklich, sondern die Art, wie man die Welt sieht.

Der Faktor Geld erleichert aber den Ausstieg aus der Tretmühle…..

Alle Jahre wieder: Work-Life-Balance

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Der Begriff Work-Life-Balance suggeriert, dass es sich bei Arbeit und Freizeit um gefährliche Gegensätze handelt, die ausbalanciert werden müssen. Ist das wirklich so?

Jedes Silvester stellt sich mir die gleiche Frage: Welche Ziele habe ich im kommenden Jahr? Öfters Freunde treffen, weniger Arbeiten, mehr Sport, besseres Essen sind dabei wiederkehrende Vorsätze, die meist nicht lange vorhalten. Unterstützt werden diese Gedanken durch die Medien, in denen gerade das Thema Work-Life-Balance in dieser Zeit öfters auftaucht. Zum Jahreswechsel – einem vor langer Zeit fast willkürlich festgelegten Datum (in Russland ist es der 13.1. nach unsere Rechnung) – beschäftige ich mich wie vielen Menschen mit diesem Thema. Ist der Begriff eigentlich treffend? Nein, zum Einen verschwinden in der heutigen Zeit mit Smartphones und privaten Emailschecks am Arbeitsplatz die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit. Zum anderen gibt es andere Lebensbereiche, die wichtig sind wie z.B. Familie. Ich genieße es, an einem Arbeitstag im Café zu sitzen und habe nichts dagegen, mir am Wochenende Gedanken über berufliche Fragestellungen zu machen. Für mich als Selbständiger geht es um eine ausgeglichene Life-Balance mit Verzahnung aller Lebensbereiche.

Es geht also nicht um das Gleichgewicht zweier Bereiche, sondern um sinnvolle Verzahnung aller Lebensbereiche (Arbeit, Familie, Freizeit etc.) und persönliche Zufriedenheit. Wollen Sie sich nur auf die beiden vermeintlichen Gegensätze reduzieren lassen?

Der Kopf sagt JA, der Bauch sagt NEIN.

Kennen Sie die Situation, dass Sie sich verpflichtet fühlen, Dinge zu tun, weil diese vermeintlich von Ihnen erwartet werden und Sie nicht mit Ihrem Herzen dabei sind?

Ein kopfgesteuertes „Ja – ich will“ wirkt nur kurzfristig, da meist die Einstellung und die Motivation fehlen, die Dinge auch umzusetzen. Der Veränderungswillige muss zuerst bei sich selbst das Bewusstsein-Unterbewusstsein-Prinzip erkennen. Nach dem Motto: Das was ich bin, denke ich und strahle es nach außen aus!

Bewusstsein-Unterbewusstsein-Prinzip oder auch Eisbergprinzip

In der Natur liegen ca. 10% des Eisberges erkennbar über Wasser und ca. 90% nicht erkennbar unter Wasser. Übertragen auf die Handlungen des Menschens bedeutet das Eisbergprinzip, dass 10% dem bewussten Denken und rationalen Handeln zugeordnet werden, d.h. der Kopf- und Sachebene (= hard facts), sichtbar und berechenbar für uns selbst und unsere Mitmenschen. Die 90% entsprechen den emotionalen Fähigkeiten, der Bauchebene, (= soft facts, unserem Unterbewusstsein oder auch Beziehungsebene). Dazu zählen Ängste (= negative Emotionen), der Motivation und Freude (= positive Emotionen), die nicht sichtbar und somit nicht berechenbar für die anderen und für uns sind.

Hinterfragen Sie Ihre Handlungen und versuchen Sie bewusst zu handeln.

 

Blue Ocean Strategy

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Die Blue Ocean Strategy ist eine Methode, die im Jahre 2005 von W. Chan Kim und Renée Mauborgne zuerst veröffentlich wurde und die beschreibt, wie nachhaltiges Wachstum für Unternehmen ohne aufwendigen Konkurrenzkampf auf Wettbewerbsmärkten erreicht werden kann. Die Lösung scheint simple – schaffe Deinen eigenen Markt. Die Konzentration auf eine Handvoll von Stärken und deren Kombination führt zu einer individuellen Stärke. Beispiele hierfür sind die Geschäftsmodelle von Ryanair und Cirque du Soleil. Gedacht für Unternehmen ist die Vorgehensweise auch für Menschen anwendbar.